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Aeon’s End

5 von 6Ein kooperatives Kartenspiel am Ende der Ewigkeit

von Kevin Riley

Frosted Games / Indie Boards & Cards / Pegasus Spiele (Redaktion: Benjamin Schönheiter, Matthias Nagy)

Illustration: Scott Hartmann

ca. 50 €

1 bis 4 SpielerInnen (besser: 2 bis 4)

Schwierigkeitmittel (ab ca. 12 Jahre)

Jahrgang 2021

Brettspielpodcast | Ein spannendes Gemeinschaftserlebnis »

Wir bauen unseren persönlichen Kartenstapel, ganz ähnlich wie bei Dominion. Links liegt der Stapel – das Deck – mit meinen zu ziehenden Karten, rechts lege ich sie auf dem Ablagedeck ab. Und ziehe links wieder auf fünf Handkarten auf. Und wenn das Nachziehdeck leer ist, wandert der Ablagestapel von rechts nach links. Allerdings wird hier nie gemischt (was aber nur einen geringen Unterschied ausmacht).

Es geht darum, kooperativ den Erzfeind, der zunächst 70 Leben hat, zu besiegen. Und den Monstern, die mit dem Erzfeind im Team antreten, auch noch den Garaus zumachen. Zauberspruchkarten, mit denen Schaden ausgeteilt wird, wirken jedoch nicht sofort, sondern mit einer Runde Verzögerung. Sie müssen nämlich erst einen freien Slot – Riss genannt – finden, an den sie gelegt werden. Zu Spielbeginn ist das gerade mal einer, später wird man mit Geld noch weitere freischalten.

Dass der Erzfeind ein Kartenstapel ist, gegen den wir spielen, wirkt ein wenig solospielartig und wenig lebendig. Trotzdem bleiben ausreichend spielerische Elemente, um den Kampf immer wieder freudig neu aufzunehmen, obwohl mir und meinen Mitspielerinnen die thematische Gestaltung gar nicht gefallen hat.

Erstaunlicherweise empfiehlt sich Aeon’s End sogar für Viererrunden – denn es gibt durchaus Interaktion, gemeinsam zu verdauenden Frust, unschaffbar erscheinende Situationen und das gemeinsame Glück, doch wieder großen Treffen gelandet zu haben.

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