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All You Can Eat

nett: 4 Punktevon Kevin G. Nunn

Amigo (Lizenz: Mayfair)

Illustration: Klemens Franz

ca. 9 €

3 bis 6 SpielerInnen

Schwierigkeitsehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Jahrgang 2018

Biologie im Spiel: heute geht es um die Nahrungskette. Alle Spieler legen gleichzeitig eine ihrer Handkarten auf den Tisch. Diese werden jetzt abgearbeitet. Der Wurm macht nichts, denn er steht am Ende der Nahrungskette. Ein Vogel schnappt sich einen Wurm (diese Karte wird nun unter den Vogel geschoben). Wenn mehrere Vögel gleichzeitig futtern wollen, geht es im Uhrzeigersinn beim Startspieler beginnend ans Buffet. Anschließend frisst die Katze den oder die Vögel, gegebenenfalls inklusive Wurm. Der Hund bekommt die Katze. Und die Flöhe überfallen den Hund.

Tiere, die sich erfolgreich eine Mahlzeit sichern konnten, zählen für ihren Besitzer inklusive der Beute als Siegpunkte. Erfolglose Tiere müssen hingegen in die Tischmitte geschoben werden, denn sie taugen jetzt nur noch als Futter. Ab der zweiten Runde kann man sich nicht nur die gegnerischen Karten schnappen, sondern auch den Rest vorangegangener Runden.

Zwei Vögel liegen auf dem Tisch? Dann lohnt sich das Ausspielen einer Katze. Oder besser doch der Hund, um die gegnerischen Katzen zu erlegen? Ich denke, du denkst … All You Can Eat ist betont glückslastig, außer man merkt sich jede einzelne ausgespielte Karte. Auf alle Fälle scheint es eine lockere Angelegenheit zu sein, flott und lustig, fast könnte man es als Kinderspiel bezeichnen. Fast: denn der konkrete Ablauf ist doch nicht so locker-leicht. Damit es reibungslos funktioniert, sollte man das Spiel ernst nehmen – ansonsten muss immer jemand aufpassen, dass der Rhythmus stimmt. „Nein, nicht der Hund frisst, erst der Vogel!“ „Wieso, ich dachte beim Startspieler beginnend?“ „Die Tiere in der Mitte fressen nichts, die werden gefressen!“ So erweist sich dieses lebendige Kartenspiel als weniger intuitiv als zunächst gedacht.

© · games we play 2018



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