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Crazy Race

nett: 4 PunkteDas tierisch spannende Zockerspiel

von Alessandro Zucchini

Ravensburger (Redaktion: Stefan Brück)

ca. 36 €

2 bis 5 SpielerInnen

Schwierigkeitsehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

2017

In diesem Wettrennen wird jeder Würfelwurf bestraft, der das Zugtier überfordert. Wobei ich gar nicht versuchen muss, mit meinem Würfelwurf an das Limit heranzukommen. Entscheidend ist die Anzahl der Würfel. Wenn ich nur einen genommen habe, geht es ein Feld voran. Und für jeden zusätzlichen Würfel einen Schritt weiter. Es gibt insgesamt 14 Würfel in fünf unterschiedlichen Größen. Die weißen Sechsseiter sind die kleinsten. Mit ihnen würfelt man maximal eine 2. Eine 6 gibt es nur auf den großen braunen. Welchen Würfel ich nehmen darf, bestimmen die Farben der vor meinem Rennwagen liegenden Wegstrecke. Wenn mein Zugtier über weiß, grün, weiß, braun laufen soll, muss ich vier Würfel dieser Farben werfen.

Crazy Race macht es einem auch ohne arithmetische Kenntnisse einfach, die Bedeutung der verschiedenen Würfel einzuschätzen. Denn der Durchschnittswert ist auf meinem Rennwagentableau übersichtlich abgebildet. Das ist ein guter Service. Denn das Spiel erlahmt ziemlich schnell, wenn irgendein Mitspieler beginnt, eigene mathematische Berechnungen zu erstellen. Auf der anderen Seite macht die Tabelle den Ablauf einen Tick zu schematisch.

Nach jeder Zwischenetappe, vier Mal im Spiel, wird ein neues Zootier an meine Rennwagen gespannt. Das kann ein Gepard sein, der auch einen Würfelwurf in Höhe 12 akzeptiert. Der Elefant macht schon bei 4 schlapp. Zum Ausgleich haben scheinbar wenig leistungsbereite Tiere einen Nach-Zieleinlauf-Bonus. Plus acht Felder für den Elefanten. Ich empfinde diese Regelung als problematisch. Denn irgendwie wird damit der ehrliche Stellungskampf auf der Rennbahn entwertet. Wer es drauf anlegt, kann immer hinterherfahren. Und dann nach Spielende seine gesammelten Punkte auf den Tisch legen.

Eine ausführliche Besprechung
von Crayz Race finden Sie im Magazin spielbox 3/2017
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