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Deja-vu

schön: 5 Punktevon Heinz Meister

Amigo

ca. 14 €

2 bis 6 SpielerInnen

Schwierigkeit sehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2017

Rings um den Stapel der Spielkarten liegen 36 Pappplättchen mit Gegenständen. Deja-vu gehört zum Genre der Grapschspiele. Nach dem ersten Aufdecken einer Karte, auf der mindestens eines der ausliegenden Gegenstände abgebildet ist, passiert noch nichts. Erst wenn ich ein Déjà-vu habe und etwas ein zweites Mal sehe, muss ich handeln. Die Rose taucht das zweite Mal auf? Jetzt ist schnelles Finden und Zugreifen gefragt, denn nur der Erste kann das Rosenplättchen einkassieren. Wenn aber ein paar Karten später eine weitere Rose aufgedeckt wird, lag man offensichtlich falsch, denn jedes Ding ist nur zweimal auf den Karten zu finden. Der Spieler wird disqualifiziert und verliert alle in der Runde gesammelten Plättchen.

Die erste Runde funktioniert noch ganz gut. Schon bei der zweiten Runde muss man sich richtig anstrengen. Und bei der dritten und letzten Runde schwirren einem die Dinge im Schädel.

Perfekt wäre Deja-vu, wenn es ein Dutzend unterschiedliche Gegenstands-Pakete gäbe. Dann könnte man in jeder Partie neue Sachen entdecken. Das beschränkt sich aber – aus ökonomisch naheliegenden Gründen – auf die allererste Runde.

Deja-vu eignet sich vorzüglich für gemischte Runden mit Erwachsenen und Kindern, die zwar das bessere Gedächtnis besitzen, aber auch leicht übermütig werden. In reinen Erwachsenenrunden wird das Spiel hingegen wirklich ernst genommen und verbissen um jeden Erinnerungsfetzen gekämpft.

Eine ausführliche Besprechung
von Deja-vu finden Sie im Magazin spielbox 3/2017
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