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Facecards

nett: 4 PunkteVerrückte Paare auswählen und finden

von Leo Colovini

Ravensburger (Redaktion: Stefan Brück, Philipp Sprick)

Illustration: Oliver Freudenreich

ca. 13 €

3 bis 7 SpielerInnen (am besten: 5 bis 7)

Schwierigkeiteinfach (ab ca. 10 Jahre)

Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2018

142 Portraits sind auf den Spielkarten abgebildet. Welche sehen sich ähnlich? Ich suche mir aus meinen Handkarten die beiden Abbildungen aus, die die meisten Übereinstimmungen besitzen. Das kann der Ausdruck oder die Form des Gesichts ein, eine farbliche Ähnlichkeit oder eine Gemeinsamkeit im wirklichen Leben. Eine der beiden Karten lege ich vor mir ab, die andere kommt verdeckt in die Tischmitte. Die Mitspieler tuen es mir gleich. Die Karten in der Mitte werden gemischt und dann aufgedeckt. Welche Pärchen gehören zusammen? Das gilt es nun zu erraten.

Originell ist es, dass es nicht nur Personenportraits gibt. Auch Tiere sind dabei. Habe ich Karl Marx mit dem Portrait eines Orang Utans verglichen? Und darüber hinaus sind auch Gegenstände wie Gullydeckel und Kartuschenpressen dabei: Dinge, die so fotografiert wurden, dass sie wie ein Gesicht aussehen. Wer ein Pärchen aus zwei Kategorien bildet, etwa Mensch/Gegenstand, erhält einen Bonuspunkt, wenn ein Mitspieler dies erkennt.

Getippt wird reihum. Wer zuerst an der Reihe ist, kann sich das gegnerische Pärchen aus allen ausliegenden Karten aussuchen. Für die nächsten Spieler ist die Auswahl eventuell schon geringer. Für den letzten gibt es manchmal gar nichts mehr, weil leider nur noch die selbst ausgesuchten Karten auf dem Tisch liegt.

In vielen Gruppen macht Facecards richtig Spaß. Es hat einfache Regeln, zündet schnell und sorgt für viele Lacher. Aber es gibt auch Gruppen, wo die Freude nicht so groß ist. Die Zusammenhänge zwischen den Bildern sind gelegentlich zu weit hergeholt. Andere mögen das sich lustig machen über Gesichtsausdrücke anderer und krumme Vergleiche eh nicht. So bleibt als Fazit: Facecards ist empfehlenswert – aber eben auch Geschmackssache.

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