games we play

Gipf

von Chris Burm

Don & Co (Vertrieb: Heidelberger)

20,98 € bei amazon.de

2 SpielerInnen

Schwierigkeit einfach (ab ca. 10 Jahre)nett: 4 Punkte

Verpackung +-

Auswahlliste Spiel des Jahres 1998

18 weiße und 18 schwarze Spielsteine und ein Spielbrett mit einem Netz von Linien sind die Grundlage für ein astreines Zwei-Personen-Taktikspiel. Vom Spielfeldrand werden die Steine in das Brett hineingeschoben. Wenn die Steine auf einen anderen treffen, wird letzterer wie bei Abalone weitergeschoben. Sobald  vier gleichfarbige Steine nebeneinander liegen - bei Gipf werden die Steine im Unterschied zu Abalone eben nicht vom Spielfeld geschoben - werden diese vom Brett genommen.

In einer Erweiterung gibt es auch noch Gipf-Steine, die dann, wenn sie in kompletten Viererketten auf dem Spielbrett liegen, nicht mit abgeräumt werden müssen.

"Einfache Regeln, dennoch eine Vielfalt an strategischenMöglichkeiten - aus diesem Holz sind Klassiker geschnitzt", schwärmt Edwin Ruschitzka, damaliges Mitglied der Spiel des Jahres-Jury, in der spielbox. Ob der Weg zum Klassiker tatsächlich eingeschlagen wird, erscheint mir jedoch fraglich. Taktische Denkspiele für zwei Personen gibt es einfach schon zuhauf.

Für besonderes Interesse dürfte die Tatsache sorgen, dass Gipf mit den Spielen Tamsk und Zèrtz zwei Erweiterungen bzw. Fortsetzungen bei Schmidt gefunden hat. Drei weitere geplante Spiele der Reihe Projekt Gipf werden die Berliner Schmidt Spiele wegen des mangelnden Verkaufserfolgs jedoch nicht mehr produzieren. Dvonn als viertes Spiel der Reihe musste Kris Burm dann als erstes Spiel im neuen Eigenverlag Don & Co herausbringen. Inzwischen hat Schmidt das Spiel Gipf aus dem Programm genommen, so dass auch dieser Titel nur noch über Don & Co erhältlich ist.

© games we play – niederrhein magazin 1998-2006 – Autor: Harald Schrapers

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