games we play

Heckmeck am Bratwurmeck

schön: 5 Punktevon Reiner Knizia

Zoch (Vertrieb: Noris)

ca. 13 €   

2 bis 7 SpielerInnen

Schwierigkeit sehr einfach (ab ca. 8 Jahre) 

Neuauflage 2015

Originalausgabe 2005

Die Musikbranche feiert alljährlich einen „Sommerhit“. Eingängig und leicht muss solch ein Chartbreaker sein, er muss zu hohen Temperaturen, zu Strand und Swimmingpool passen.

Heckmeck am Bratwurmeck war der erste Spiele-„Sommerhit“. Neben der verlangten Leichtigkeit der Spielidee erfüllt es noch weitere spezifische Anforderungen: Das Spiel muss klein verpackt und leicht mitzunehmen sein, es darf am Strand nicht sofort im Sand verschwinden und – ganz wichtig – es muss eine ordentliche Windböe aushalten.

Alle diese Kriterien erfüllt dieses Spiel. Es besteht aus acht Würfeln und aus 16 „Bratwurm“-Plättchen. Diese sind nicht auf windempfindlichen Karton gedruckt worden. Sondern die „Bratwurmportionen“ bestehen aus massivem Kunststoff und erinnern an chinesische Mahjongg-Steine.

Zu Spielbeginn liegen die 16 Steine mit den Werten 21 bis 36 als eine Reihe auf dem Tisch – sie bilden den „Grill“. Nun muss gewürfelt werden. Nach jedem Wurf muss ein Zahlensymbol komplett genommen werden. Beispiel: Unter den acht geworfenen Würfeln ist zwei mal die drei. Die werden aussortiert und es muss laut „sechs“ gesagt werden. Jetzt werden die verbliebenen sechs Würfel geworfen. Ergebnis: drei mal die Drei und drei mal die Fünf. Die Dreien dürfen nicht genommen werden, denn dieses Symbol ist bereits einmal aussortiert worden. Bleiben die drei Fünfer: gleich 21. Damit gäbe es bereits die Möglichkeit, den billigsten Bratwurm zu nehmen. Oder die SpielerIn versucht, eine höhere Summe zu erreichen, denn auf den teureren Plättchen sind bis zu vier der am Ende entscheidenden Bratwürmer abgebildet.

Heckmeck am Bratwurmeck ist ein einfaches und gleichzeitig sehr unterhaltsames Würfelspiel. Zumal man auch versuchen kann, der MitspielerIn durch genaues Würfeln ihr letzte Bratwurmplättchen wieder abzunehmen.

© games we play 2006–16 – Autor: Harald Schrapers


Extrawurm

ca. 13 € 

2016

Das ist schon etwas Besonderes. Zehn Jahre hat es gedauert, dass eine Erweiterung zu Heckmeck erscheint. Eigentlich ein viel zu langer Zeitraum, Ergänzungen zu Spielen sollte man eigentlich dann publizieren, wenn die Erinnerung noch aktuell ist. Bei Heckmeck ist dies aber kein Problem – das Spiel hat sich nämlich ins Langzeitgedächtnis eingeprägt und wird auch noch heute dann und wann herausgeholt. Der Extrawurm frischt die Erinnerung noch einmal auf, und unterstreicht, dass Heckmeck immer noch aktuell ist. Es wirkt wie eine Art Facelifting für das Spiel.

Es gibt zwei neue Bratwurfportionen, die besonders billig sind, ab nur mit einem exakten Wurf zu gewinnen sind. Ein Dosenwurf hilft, wenn der Würfelwurf mal wieder wurmlos geblieben ist. Der Wiesel bedeutet einen zusätzliche Würfelwurf. Die Glucke beschützt einen Portionsstapel und wird statt einer Portion zurückgegeben. Der goldgelbe Würfel ist am beliebtesten: mit ihm hat mal einen Würfel mehr.

Machen diese bildschönen und hilfreichen Elemente das Spiel besser? Nein. Aber es ist trotzdem sehr schön zu spielen. Wer Heckmeck gemocht hat, wird den Extrawurm als eine klasse Auffrischung der Würfelspielidee mögen.

© · games we play 2016