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Hey, danke für den Fisch!

nett: 4 PunkteFischige Tiefkühlaction jenseits des Gefrierpunktes

von Alvydas Jakeliunas und Günter Cornett

Fantasy Flight / Heidelberger Spieleverlag

ca. 8 €

2 bis 4 SpielerInnen

Schwierigkeitsehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Neuauflage 2008 (Originaltitel: Packeis am Pol)

Empfehlungsliste Spiel des Jahres 2006

60 sechseckige Eisschollen werden zu einem Wabenmuster auf dem Tisch ausgelegt. Dabei sollten die Schollen mit drei, zwei oder nur einem Fisch etwa gleichmäßig verteilt sein. Jeder Spieler hat die Pinguine in seiner Farbe auf Eisschollen stehen.

Gezogen wird mit den Pinguinfiguren in eine beliebige Richtung, egal wie weit, aber nur geradeaus. Andere Pinguine können dabei nicht übersprungen werden.

Auch Löcher sind unüberwindbare Hindernisse. Diese Löcher entstehen, wenn der Pinguin von einer Scholle abspringt. Die ein bis drei Fische nimmt er dabei als Siegpunkt zu sich.

Zunächst wird man versuchen, erstmal auf die Schollen zu springen, die mit drei Fischen winken. Dann sind sie schon einmal sicher. Gleichzeitig sollte man darauf achten, ob man nicht ein Schollenfeld entstehen lassen kann, dass man für sich selbst reserviert – in dem es durch diverse Eislöcher von den anderen abgeschnitten hat.

Doch das kann einem genauso auch selbst passieren. Irgendwann steht man womöglich allein auf einer im Meer treibenden Eisscholle und kann nicht mehr. So ist es möglich, dass am Ende die ersten Spieler nicht mehr ziehen, während andere noch fleißig am Angeln sind.

Es ist verblüffend, mit welch einfacher Spielidee ein komplettes und recht anspruchsvolles Spiel entstehen kann. Eigentlich ist es ein abstraktes Strategiespiel, das genauso gut mit zwei, drei oder vier Leuten gespielt werden kann. Aber die gelungene Pinguin-Gestaltung lässt den abstrakten Spielmechanismus zunächst in den Hintergrund treten. Doch man merkt schnell, wie komplex die einzelnen Spielzüge sind. Wer das mag, findet ein Pinguins eine echte Herausforderung.

Erstmals ist dieses Spiel 2003 in einer winzigen Auflage im Bambus Verlag von Günter Cornett erschienen. Damals war das Spiel noch nach dem litauischen Wort für Pinguin – Pingvinas – benannt, denn Cornetts Co-Autor Alvydas Jakeliunas lebt im Baltikum. 2006 erschien es als Packeis am Pol bei Phalanx, ab 2008 hieß der Titel Pinguine. Hey, danke für den Fisch ist eine kompakte Ausgabe, für die Fantasy Flight verantwortlich zeichnet.

[ brettspielwelt.de: Packeis am Pol online spielen ]

© Harald Schrapers 2006–13