games we play

Kahuna

schön: 5 Punkte games we play Tip: Das TOPspiel von Günter Cornett

Kosmos (Redaktion: TM, Michael Baskal, Ralph Querfurth)

ca. 17 € 

Schwierigkeit einfach (ab ca. 10 Jahre)

Neuauflage 2010

Auswahlliste Spiel des Jahres 1999

Auf der Essener Spiel '97 hatte das in Günter Cornetts kleinem Eigenverlag Bambus erschienene Zwei-Personen-Spiel Arabana-Ikibiti viel Lob erfahren. Ein Jahr später nahm sich Kosmos diesem Spiel an und brachte es in professioneller Aufmachung und großer Auflage auf den Markt. Sehr erfreulich ist, dass dieses Brettspiel Platz in der Zwei-Personen-Reihe gefunden hat, die durch das Siedler-Kartenspiel und Caesar & Cleopatra bereits zwei erstklassige Titel beinhaltet. Als Brettspiel hat Kahuna im Vergleich zu diesen beiden Kartenspielen einen deutlich taktischeren Anspruch.

Es geht darum, die zwölf Inseln einer Südseelandschaft mit Stäben in der eigenen Farbe zu verbinden. Wer die Mehrheit der Stäbe an einer Insel besitzt, bekommt dafür dann einen Kahuna-Stein, die bei den Wertungen die Punkte für den Sieg bedeuten. Die in der Minderheit verbliebene GegnerIn verliert dann alle ihre mühsam aufgebauten Verbindungen zu dieser Insel. Und damit Kahuna kein trockenes taktisches Denkspiel bleibt, bringen Spielkarten, die jeweils eine der Inseln bezeichnen, den Glücksfaktor. Erst das Ausspielen dieser Karten erlaubt einer SpielerIn, auf der jeweiligen Insel aktiv zu werden. Und wer gleich zwei Karten ausspielt, kann damit auch ein Verbindungsstäbchen der GegnerIn abreißen.

„Das alles ist fein gesponnen, läuft glatt und abwechslungsreich, denn der Kampf der Magier entscheidet sich nicht gleich von Anfang an, sondern gerät zu einem zähen Tauziehen mit häufig wechselndem Vorteil“, fasste Tom Werneck in der Frankfurter Rundschau das Spiel trefflich zusammen.

© games we play - niederrhein magazin 1999-2010 - Autor: Harald Schrapers