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L.a.m.a.

schön: 5 Punktegames we play Tip: Das TOPspiel… nimm’s lässig!

von Reiner Knizia

Amigo

Illustration: Rey Sommerkamp, Barbara Spelger

ca. 8 €

2 bis 6 SpielerInnen (besser: 3 bis 6)

Schwierigkeit sehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Jahrgang 2019

Grundsätzlich ist L.a.m.a. sehr einfach zu spielen, simpler als Mau Mau. Denn es gibt keine Farben, sondern nur Zahlen. Auf die 1 wird eine 1 oder eine 2 abgelegt, auf eine 2 die 2 oder die 3. Aufs Lama lege ich ein weiteres dieser Neuweltkamele oder eine 1. Wer seine Handkarten quitt ist, gewinnt die Runde, während die Gegnerinnen und Gegner Strafpunkte in Form von Chips kassieren.

Dass die scheinbare Monotonie des schnellen Kartenabwerfens nicht überhand nimmt, liegt an einem genialen Kniff. Wer nicht bedienen kann, muss eine Karte nachziehen oder er steigt aus. Aussteigen ist verlässlich. Dann weiß man sofort, wie viele Strafpunkte das bedeutet.

Nachziehen und Weiterspielen bedeutet, auf Risiko zu gehen und auf sein Glück zu hoffen. Hier wird es kribbelig. Was macht ein Spieler, der trotz Nachziehens beim nächsten Mal immer noch nicht bedienen kann? Wahrscheinlich nimmt er eine weitere Karte, hoffend, dass die Blockade in seiner Hand aufgehoben wird. So darf er seine Kartenhand immer mehr vergrößern. Das geht so lange, bis alle seine Gegner ausgestiegen sind, was sie bisweilen aus purer Böshaftigkeit tun. Ablegen könnte er zwar noch, nachziehen ist hingegen verboten.

Die Regelaufwand-Spielspaß-Relation ist bei diesem Kartenspiel eine der besten, die ich kenne. Und zum Spaß gehört hier die ganze Bandbreite an Emotionen – von Ärger bis Jubel. L.a.m.a. sollte man immer in der Tasche haben.

Eine ausführliche Besprechung von Lama finden Sie im Magazin spielbox 2/2019.


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