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Sagrada

5 von 6 Punktenvon Daryl Andrews und Adrian Adamescu

Pegasus Spiele (Redaktion: Ben Harkins, Klaus Ottmaier, Lizenz: Floodgate Games)

Illustration: Peter Wocken

Sagradaca. 35 €

1 bis 4 SpielerInnen (am besten: 2 bis 3)

Schwierigkeit sehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Jahrgang 2018/19

Würfel in sechs unterschiedlichen Farben und Schattierungen: Damit erschaffen wir das Fenster unseres monumentalen Kirchenbaus. Die Schattierungen sind abstrakt – die Zahlen 1 bis 6 eines Würfels – alles andere ist schön bunt (nur nicht besonders praktisch: grün und blau sind schlecht zu unterscheiden).

Wir haben ein buntes Tableau, in das wir einen Zettel hineinschieben, der die Vorgaben für das Fenster bestimmt – wo darf ein Würfel welcher Farbe oder Schattierung hin? Viele Felder sind hingegen unbestimmt – da darf jeder Würfel hin. Wobei grundsätzlich gilt: Gleiche Farben oder Zahlen dürfen nicht benachbart liegen.

Wenn man zu zweit spielt, werden fünf Würfel geworfen, die aus einem schwarzen Sack gezogen werden. Ich suche mir einen aus, der Gegner zwei, und ich noch mal einen. Diese Sechsseiter kommen auf unser eigenes Tableau, mit dem Ziel, am Schluss viele Punkte zu erzeugen. Drei zufällige Karten zeigen an, was punkteträchtig ist: beispielsweise Spalten mit vier unterschiedlichen Farben. Hinzu kommt eine verdeckt zugeloste Farbenkarte. Wenn sie grün ist, bekomme ich den Zahlenwert jeden grünen Würfels gutgeschrieben. Hier kommt es sehr auf mein Glück an. Gute Chancen habe ich dann, wenn der Wurf regelmäßig grüne Würfel enthält – und diese große Ziffern zeigen. Dieser oft übermächtige Zufallsfaktor trübt manchmal das Vergnügen.

Es gibt auch noch drei zufällig aufgedeckte Werkzeugkarten, die ich gegen Abgabe von ein oder zwei Siegpunkten aktivieren kann. Die Möglichkeit, etwa einen Würfel umzudrehen, ist tatsächlich hilfreich. Andere Werkzeuge sind hingegen in ihren Möglichkeiten so aufwändig durchzurechnen, dass ich diese gar nicht mag. Denn das Umsetzen von Würfeln ist überaus schwierig zu planen, weil die Würfel nicht wirklich durchsichtig sind. Ich muss also unter sie schauen, um zu sehen, welche Einsetzbedingung am jeweiligen Ort gilt. Das ist mühsam und es kann dauern, bis ich alles durchgerechnet habe. Wenn sogar zwei Werkzeuge solche Verschiebe- und Tauschaktionen ermöglichen, ist die Wartezeit eigentlich nur noch in einer Zwei-Personen-Partie erträglich.

Mit Glück ziehen wir zu Spielbeginn drei unkomplizierte Werkzeuge. Dann ist Sagrada sowohl in der Zwei- als auch in der Drei-Personen-Konstellation sehr empfehlenswert.

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