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Tal der Wikinger

schön: 5 PunkteKegle das Fass und werde nicht nass!

von Wilfried Fort und Marie Fort

Haba

Illustration: Maximilian Meinzold

ca. 20 €

2 bis 4 SpielerInnen

Schwierigkeit sehr einfach (ab ca. 8 Jahre)

Kinderspiel des Jahres 2019

Auf dem Spielbrett hat jeder Mitspielende ein farbiges Fass, und reihum rollen wir eine Kugel, um diese Umzuwerfen. Das ist wie beim Kegeln, die Kugel ist groß und schwer genug, damit das richtig Spaß macht. Vorm Kegeln habe ich die Möglichkeit, die zuvor umgefallenen Fässer so zu gruppieren, dass ich einige gut treffen kann – und andere stehen bleiben. Das Spiel hat nämlich eine taktische Komponente. Es macht Sinn, vielleicht nur rot und grün umzuwerfen, blau und gelb aber nicht. Der Grund dafür befindet sich am Rande des Spielbretts. Dort bewegen sich vier runde Pappplättchen – die vier Wikinger – entlang eines Stegs. Immer dann, wenn das dazugehörige Fass umfällt, geht es einen Schritt oder per Überspringen sogar noch weiter. Sobald ein Plättchen das Stegende überschreitet und ins Wasser fällt, wird die Wertung ausgelöst. Der schwimmende Wikinger geht leer aus, und die auf dem Steg befindlichen bekommen Münzen aus der Kasse oder können sie vom Gegner rauben. Wie viel man gewinnt ist abhängig von der Position auf dem Steg.

Mit seinen tollen Aktionsmomenten und den dreidimensionalen Schiffsmodellen erweist sich Tal der Wikinger als herausragendes Kinderspiel. Der Start ist bereits für Sechsjährige gut zu bewältigen, aber in die taktischen Möglichkeiten müssen die Kleinen erst hineinwachsen. Denn die sind so gestaltet, dass hier auch reine Erwachsenenrunden Spaß haben. Insbesondere in kleinen Runden erweist sich, dass es eine ganze Reihe von Möglichkeiten gibt, den konkurrierenden Wikinger gezielt zu ärgern. Und das Gelächter ist groß, wenn am Ende ein neutraler Wikinger gewinnt, den es bei weniger als vier Mitspielenden gibt. Hauptsache, der Gegner geht leer aus.

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