games we play

Yspahan

nett: 4 Punktevon Sébastien Pauchon

Ystari / Huch & friends (Vertrieb: Hutter)

ca. 25 €

2 bis 4 SpielerInnen

Schwierigkeiteinfach (ab ca. 10 Jahre)

nominiert für das Spiel des Jahres 2007

4. Platz Deutscher Spiele Preis 2007

Gleich drei Spielbretter werden bei Yspahan auf den Tisch gelegt. Das deutet bereits auf die große Vielfalt des Spielablaufs hin. Außerdem hat jeder Spieler noch ein eigenes Tableau vor sich liegen.

Einer der Spielpläne stellt die vier Stadtviertel der zentralpersischen Stadt dar. Ein weiterer Spielplan zeigt die Karawane. Und das dritte Brett beschreibt ein originelles Würfeltableau. Mit letzterem beginnt die SpielerIn: mit dem Würfeln. Ich nehme neun Würfel, werfe sie einmal, und sortiere sie nach Zahlenwerten. Die Würfel mit dem höchsten Wert werden nach ganz oben aufs Tableau gelegt. Die mit dem niedrigsten Wert nach unten, und der Rest in aufsteigender Reihenfolge. Entscheidend ist, wie groß eine so genannte Würfelgruppe ist. Wenn ganz unten drei Würfel liegen, kriegt derjenige, der diese Gruppe auswählt, drei Kamele. Ganz oben gibt es entsprechend Gold. Und dazwischen finden sich die Würfelgruppen für die Stadtteile. Entsprechend der Würfelzahl darf man eigene Spielsteine in den jeweiligen Stadtteil und dessen Basare legen. Dabei bewirkt das Würfeltableau eines: in die oberen, wertvollen Stadtteile verirrt sich selten ein Würfel.

Wichtig ist die Aufseherfigur, mit der die Verbindung zur Karawane hergestellt wird. Dort wo der Aufseher landet, wird im benachbarten Basar ein Spielstein zur Karawane geschickt. Mehrere Spielsteine muss man in einem Basar haben, um damit zu Punkten. Da kann ein vom Gegner geschickt gesteuerte Aufseher für etwas Ärger sorgen, muss aber nicht.

Denn eigentlich ist es nämlich gar nicht so schlimm, seinen Spielstein bei der Karawane zu haben. Dort gibt es nämlich wertvolle Siegpunkte zu gewinnen.

Yspahan fällt dadurch auf, dass es zwei völlig unterschiedliche Strategien gibt. Man kann mit den Basaren gewinnen oder mit der Karawanen.

Yspahan wirbelt mit einer Vielzahl von Regelkleinigkeiten und Entscheidungsangeboten viel Wüstensand auf“, kritisiert Udo Bartsch in der Fairplay. Er liegt mit der Einschätzung richtig. Es ist ein interessantes Spiel, das jedoch kurz davor steht, zu zerfleddern.

© games we play 2007 - Autor: Harald Schrapers