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Sag’s mir!

schön: 5 PunktePersonen

von Peter Sarrett

Repos (Vertrieb: Asmodee) (Lizenz: R&R)

ca. 17 € 

4 bis 12 SpielerInnen

Schwierigkeitschwer (ab ca. 15 Jahre) 

überarbeitete Neuauflage 2014

ORIGINALAUSGABE TIME’S UP 2006

Ein Spiel, das Tabu und die Activity-Albernheiten miteinander vereint – braucht das die Welt? Eigentlich nicht. Aber Sag’s mir schafft es, aus einem Partyspiel ein nahezu abendfüllendes und ziemlich anspruchsvolles Spielerlebnis zu machen.

880 Persönlichkeiten sind auf den Spielkarten notiert. Diese zu erraten ist das Ziel. Optimal ist es, wenn acht Leute an einem runden Tisch sitzen – dann bilden die sich gegenüber Sitzenden jeweils ein Team. Der eine erklärt, was auf der Karte steht, der andere rät.

Gespielt wird mit 40 Karten. Am Anfang wirkt das Spiel noch einfach. Während die Zeit der Sanduhr läuft, versucht ein Team möglichst viele Karten zu gewinnen. Dann wird der Kartenstapel weitergegeben und das nächste Team macht da weiter, wo die Vorgänger aufgehört haben. Womöglich profitiert es dabei sogar von einer bereits gegebenen Erklärung.

Wenn alle 40 Karten weg sind, wird mit den gleichen Karten erneut gespielt. Jetzt darf immer nur noch ein Wort gesagt werden. „Jugendbuch“ muss reichen, um Cornelia Funcke zu raten.

In der dritten Runde, wieder mit den gleichen 40 Karten, ist nur noch Mimik und „Lautmalerei“ erlaubt. Was bei anderen Spielen leicht peinlich werden kann, wird hier zu einer spielerischen Herausforderung. Man versucht sich zu erinnern, welche Leute auf den 40 Karten stehen und was zu ihnen passen könnte. Wohlgemerkt: Hier geht es nicht um Dinge, sondern um Personen. Für Kinder ist das Spiel somit völlig ungeeignet (es sein denn man würde einige kindgerechte Personen gezielt auswählen). Sondern es bedarf schon einer breiten Allgemeinbildung, die durchaus oberflächlich sein kann, um Spaß bei Sag’s mir zu haben.

© Harald Schrapers 2006–14