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Shadows Amsterdam

4 von 6 Punkten von Mathieu Aubert

Libellud (Redaktion: Léa Moinet, Valentin Gaudicheau, Vertrieb: Asmodee)

ca. 34 €

2 bis 8 SpielerInnen (am besten: 4 bis 6)

Schwierigkeit einfach (ab ca. 10 Jahre)

Jahrgang 2019

Shadows ist ein Spiel aus dem Baukasten aktueller Kommunikationsspiele. Man nehme einige Elemente Codenames, ein paar Aspekte Mysterium und kombiniere das mit einem Wettrennen in Echtzeit. Ergebnis ist ein durchaus gelungenes Spiel, bei dem wir als Detektive nach Beweisen auf einem Stadtplan suchen, möglichst ohne dabei der Polizei in die Quere zu kommen.

Bei einem Spiel wie Mysterium hat man Zeit, um sich Bilder anzuschauen, Details zu finden, Assoziationen zu bilden. Bei Shadows haben wir keine Zeit. Allerdings sind die Bilder, die hier auf dünner Pappe zum Stadtplan zusammengelegt werden, längst nicht so wunderschön verträumt wie bei Mysterium oder auch Dixit. Hier sind die Bilder im Comicstil gezeichnet. Gehetzt muss man sehr spontan reagieren und direkt seiner ersten Eingebung folgen. Die Details auf den Abbildungen, die eh sehr klein sind, gehen dabei bedauerlicherweise verloren. Man schludert sich durch das Spiel und haut einen Hinweis nach dem anderen raus. Beide Erklärer haben dazu eine gemeinsame Auslage von jeweils zehn Kärtchen, aus den sie die Hinweisbilder wählen und immer wieder neue nachlegen.

Um überhaupt etwas zu erkennen, sitzt man am besten mit maximal sechs Leuten am Tisch. Die kooperative Variante für zwei oder drei gefällt mir nicht. Das Duell von Zweier- oder Dreier-Teams ist hingegen ein schnelles und forderndes Erlebnis.

Eine ausführliche Besprechung von Shadows finden Sie im Magazin spielbox 1/2019.


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