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Mille Fiori

5 von 6Im Glanz der Lagune

von Reiner Knizia

Schmidt (Redaktion: Georg Wild)

Illustration: Stephan Lorenz, Marina González

ca. 34 €

2 bis 4 SpielerInnen (besser: 3 bis 4)

Schwierigkeit einfach (ab ca. 10 Jahre)

Jahrgang 2022

Bei Mille Fiori legen wir Rauten aus transparentem Kunststoff nach und nach auf das Spielbrett. Dort bilden sie Muster in der jeweiligen Spielerfarbe. Ein Beispiel: Für eine Raute auf der Quarz-Abbildung im Gebiet der Werkstätten kassiere ich sofort einen Siegpunkte. Wenn ich meine Rauten in größere Gruppen benachbart lege, kumulieren die Punkte.

Reiner Knizia hat insgesamt fünf verschiedene Bereiche auf den Spielplan gezeichnet, für die er stimmige und abwechslungsreiche Varianten des Grundprinzips des Rauten-Ablegens geschaffen hat. Im Ergebnis ist ein recht eingängiges Spiel entstanden, das interessante Herausforderungen für alle bedeutet, die sich als Kennerspielerin ausprobieren möchten.

Es sind Spielkarten, die mir sagen, wohin ich meine Raute legen darf. Fünf Karten pro Runde bekomme ich auf die Hand, nehme eine Karte und lege dort meine Raute hin, und gebe die übrigen Karten meiner linken Nachbarin. Es wird gedraftet. Nach vier Zügen ist die Runde vorbei, die jeweils fünfte Karte wird in die offene Auslage gelegt, um dort für Extrazüge zur Verfügung zu stehen. Denn immer mal wieder gibt es Bonuszüge, die – ähnlich wie bei dem ebenfalls von Knizia miterdachten Witchstone – für Ganz schön clever-Momente sorgen, wenn daraus Kettenzüge entstehen.

Falls mal gar keine Spielkarten passen möchten, fällt Reiner Knizia auch dafür noch eine Lösung ein. Im Hafen stehen gläserne Schiffsmodelle, die nicht nur schön aussehen. Sie können mit jeder Spielkarte als alternative Zugmöglichkeit nach vorne bewegt werden. Venedig lebte damals im Überfluss, genau wie dieses Spiel, das dadurch viel Freude macht.


Eine ausführliche Besprechung von Mille Fiori befindet sich im Magazin spielbox 7/2021.



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