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Ausgewählt und bewertet

Von Abalone bis Zuma

Mehrere hundert Spiele sind hier seit 1991 besprochen worden. Im Mittelpunkt steht dabei das Brettspiel. Hinzu kommen insbesondere viele interessante Kartenspiele und herausragende Kommunikationsspiele. Zur Übersichtlichkeit haben wir uns bemüht, auch die Brettspiele noch in verschiedene Gruppen zu sortieren. Dabei war nicht das Thema – etwa Wirtschafts-, Sport- oder Detektivspiel – ausschlaggebend, sondern in erster Linie der Spielmechanismus. Zehn Gruppen haben wir eingeteilt. Die Einsortierung erfolgt von hinten nach vorne: Das heißt, dass in der zehnten Gruppe, dem Kommunikationsspiel, auch Karten- und Brettspiele vertreten sind, während in der ersten Gruppe all die Spiele sind, die in keine der anderen Kategorien richtig passen. Einige Spiele haben wir zur besseren Auffindbarkeit mehrmals einsortiert.
 
Das Kommunikationsspiel  
Als Kommunikations- bzw. Kreativspiel bezeichnen wir alle Titel, bei denen die SpielerInnen sich mehr oder weniger intensiv unterhalten müssen. Die Palette reicht vom äußerst kreativen Brettspiel bis hin zum trivialen Ratespiel. Kommunikationsspiele werden leider oft mit besonders viel Werbeaufwand, mit besonders überhöhten Preisen und mit besonders wenig Spielqualität auf den Markt gebracht. Gesondert hervorgehoben haben wir in dieser Gruppe Das kooperative Spiel – ein Genre, dass in der letzten Zeit interessante Neuerscheinungen hervorbrachte.
Das Zwei-Personen-Spiel 
Hier stellen wir in erster Linie thematisch interessante Brett- und Kartenspiele für zwei SpielerInnen vor. Gesondert sortiert haben Das taktische Denkspiel – beliebte abstrakte Titel.
Das Würfelspiel  
Mit einem Satz Würfel lässt sich viel machen – mehr als Knobeln. 
Das Kartenspiel  
Klassische Kartenspiele wie Mau-Mau, Skat oder Doppelkopf haben wir nicht besprochen, dafür aber neue – durchweg gute – Kartenspiele. An traditionelle Ideen erinnert Das Stichspiel – ihm ist einen eigene Rubik gewidmet.
Das Karten-Brettspiel  
Auch nicht schlecht: Die Kombination eines Karten- mit einem Brettspiel. 
Das Aktionsspiel  
Carrom, das indische Fingerbillard, ist das beste klassische Spiel in der Gruppe der Aktions- bzw. Geschicklichkeitsspiele, bekannt ist auch Mikado. Vorgestellt werden hier jedoch nur neuere Spiele: neben reinen Geschicklichkeitsspielen auch Brettspiele mit Aktionselementen. 
Das Verhandlungsspiel  
Hier finden sich Brettspiele, bei denen der Fortgang des Spiels in erster Linie von Verhandlungen zwischen den SpielerInnen abhängt. 
Das taktische Denkspiel 
Längeres Nachdenken, das Durchspielen der Zugmöglichkeiten im Kopf, ist das besondere Kennzeichen der Brettspiele in dieser Gruppe. Glück spielt nur eine geringe oder keine Rolle, taktisches oder gar strategisches Geschick steht im Mittelpunkt. Diese Spiele machen meist auch zu zweit viel Spaß. 
Das Brettspiel 
Die Königskategorie: Von Adel verpflichtet bis Um Reifenbreite präsentieren wir viele gute Brettspiele mit oft sehr verschiedenen Handlungsmöglichkeiten. Die Kombination unterschiedlichster Elemente ist das Kennzeichen des guten aktuellen Brettspiels. Auch wenn taktisch gespielt werden kann, kommt das Glück meist nicht zu kurz. 
Das besondere Spiel  
Ausgefallene Spiele, die den Rahmen des Brettspiels bereits ein Stück weit sprengen, werden hier vorgestellt. 

Der Preis des Vergnügens
 
Angegeben haben wir in der Regel den empfohlenen Verkaufspreis.

Die Spieldauer
 
Die Zeit, die für eine Spielerunde gebraucht wird, ist sehr unterschiedlich. Die ausgesuchten Spiele haben eine durchschnittliche Spielzeit, die zwischen 30 und 90 Minuten liegt. Erhebliche Abweichungen davon haben wir im Text vermerkt. 

Die SpielerInnenzahl
 
Bis zum Jahrgang 2006 ist grundsätzlich nur die MaximalspielerInnenzahl angegeben. Die Angabe einer Minimalzahl ist sehr schwierig, auf den Schachtelaufdruck kann man sich dabei nicht verlassen. Theoretisch spielbar sind viele Spiele bereits mit zwei Personen, Spaß machen sie dann jedoch etwas weniger – mit der Ausnahme der taktischen Denkspiele und natürlich der Zwei-Personen-Spiele. Die meisten Brettspiele sind am besten für drei oder vier SpielerInnen geeignet. Auf Brettspiele, die für zwei Leute besonders gut geeignet sind, machen wir im Text entsprechend aufmerksam.

Die Schwierigkeit
 
sehr einfach (ab ca. 8 Jahre) sehr einfaches Spiel, auch für Kinder (ab ca. 8 Jahre)
einfach (ab ca. 10 Jahre) einfaches Spiel, auch für Kinder (ab ca. 10 Jahre)
mittel (ab ca. 12 Jahre) einfaches Spiel für Jugendliche und Erwachsene (ab ca. 12 Jahre)
schwer (ab ca. 15 Jahre) schwierigeres Spiel für Jugendliche und Erwachsene (ab ca. 14 Jahre)

Die Verpackung
 
Bis einschließlich 2006 haben wir auch die (Mogel-)Packung der Spiele als ein ständiges Ärgernis bewertet. Sehr oft ist sie viel zu groß und viele haben einen – nach Auskunft des Magazins Ökotest – wenig umweltgerechten Plastik-Tiefzieheinsatz. 
++
sehr gut, zweckmäßig 
+
gut
schlecht, mit Tiefzieheinsatz
±
durchschnittlich, zum Teil mit Tiefzieheinsatz
−−
sehr schlecht, viel zu groß

Die Bewertung
 
daneben: 1 Punkt „daneben“: ein
nahezu unspielbares Spiel
nett: 4 Punkte „nett“: ein recht
gutes Spiel
bescheiden: 2 Punkte „bescheiden“: ein
schlechtes Spiel
schön: 5 Punkte „schön“: ein
wirklich gutes Spiel
geht so: 3 Punkte „geht so“: ein
mittelmäßiges Spiel
super: 6 Punkte „super“: ein Spiel
der absoluten
Spitzenklasse
Es gibt keinen objektiven Spiele-„Test“. Spielebewertung hat immer auch ein subjektives Element. Das Würfelsymbol (dessen Bezeichnung von „daneben“ bis „super“ ich von Michael Knopf übernommen hatte) kann deshalb nur eine grobe Orientierung sein. Topspiele, die besser als nur „schön“ sind, werden als besonderer Tipp gekennzeichnet.
Zusätzliche Orientierungshilfen sind die Spiel des Jahres-Auszeichungen und der Deutsche Spiele Preis. Außerdem wird auf den von der Zeitschrift Fairplay verliehenen à la carte-Kartenspielpreis für das beste Kartenspiel eines Jahrgangs hingewiesen.